Die
F-Balancierung, ist die neue Balancierung welche sich mit der senkrechten Flexibilität und mit den medialen und lateralen Verkrümmungen der Hufe, in direkter Verbindung befindet.
Nachstehend lege ich das Studium dar, welches das Ergebnis eines inkorrekten Auftretens und einer ungeeigneten Hufsäuberung, in Verhältnis zu der senkrechten Flexibilität, erklärt und beweist. Ich beschreibe auch in welcher Form man das Gewicht des Pferdes auf den selben Fuss, von einer Seite auf die andere, versetzen soll.
Es gibt eine ganze Menge bibliographisches Material über die natürliche Ausdehnung des Fusses, jedoch ist bisher die Flexibilität des Hufes in senkrechter Richtung noch nie berücksichtigt worden, was bei dieser Bewegung sogar wichtiger ist, denn davon hängt die korrekte Kräfteverteilung (Verteilung des Drucks) an beiden Seiten des Fusses, ab.
Studium: Im Januar 1999, während des Beschlages einer Sprungstute, dessen vier Hufe in verschiedenen Richtungen verkrümmt waren, tauchte in mir nachstehende Frage auf:
Welches wohl der Grund sein könnte, damit solche mediale und laterale Verkrümmungen der Hufe entstehen und welche die korrekte Form wäre, eine Hufsäuberung durchzuführen, um solche Verkrümmungen zu vermeiden und evtl. zu korrigieren? Nachdem ich die Auswirkung negativen Drucks auf den Huf in Verhältnis zur senkrechten Flexibilität und zu den natürlichen Schnittgrenzen beobachtete, befand ich die Antwort auf meine Frage auf. (Siehe bitte: “Lektüre der Pferdehufe”.)
Davon ausgehend, dass der Huf aus einer flexiblen Hornstruktur besteht, sind es zwei Bewegungen die der Huf, je nach den erhaltenen Druck, ausübt:
-
Die waagerechte Bewegung oder die auch sogenannte natürliche Ausdehnung des Fusses. Es handelt sich um die beim Anlehnen des Fusses auf den Boden entsteht, wobei die Ausdehnung seines fiber-elastischen Systems seitwärts (zu den lateralen) veranlasst wird. Diese Ausdehnung erreicht nicht mehr als 6 mm.
-
Die Bewegung senkrechter Beugung oder Biegung. Diese entsteht wenn der hufeisenloser Fuss nur auf die eine Ferse Druck erhält und welche eine Höhe von etwa 20 mm oder mehr, erreichen kann.
Diese senkrechte Flexibilität ist der Hauptfaktor den ich während des Studiums der
F-Balancierung berücksichtigt habe.
Während der Studiums-Entwicklung behandelte ich sehr viele Pferde aus verschiedenen Gebieten Argentiniens, welche verschiedene mediale und laterale Verkrümmungsarten an den Hufen litten, die aufgrund von Gestaltungsfehlern und auch durch ein mangelhaftes Hufbeschlagen und/oder aufgrund der natürlichen Abnutzung, welche eine negative Auswirkung auf die Hufe ausüben, entstanden sind.
Ich beginne nun mit der
F-Balancierung-Erklärung, indem ich gleichzeitig die drei schon bekannten statischen Balancierungen im Auge behalte.
Die schon bekannten statischen Balancierungen sind die X, Y y Z.
- Die X-Balancierung ist diejenige die von vorne aus gesehen wird und die Längenvarianten der Lateral und-Medialwänder des Hufes berücksichtigt.
- Die Y-Balancierung ist die, die von oben aus gesehen wird und die rotierenden Variationen die durch die Umdrehung des Fusses auf seine eigene Achse verursacht wurden, berücksichtigt.
- Die Z-Balancierung ist die, die von der Seite aus gesehen wird . Dieselbe berücksichtigt die eckigen bezw. winkeligen Variationen, welche an der Fesselachse des Hufes entstehen.
Die F-Balancierung (FB) oder die Dreieckige Balancierung, welche noch nie zuvor berücksichtigt worden ist: Die Faktoren Druck und Flexibilität im Auge behaltend, begann ich auf eine neue Balancierung zu arbeiten, welche ich
F-Balancierung oder Dreieckige Balancierung genannt habe. Ich nannte sie
F-Balancierung weil sie ganz und gar auf die senkrechte Flexibilität des Hufes basiert, und
Dreieckige Balancierung aufgrund der gleichmässigen Verteilung der Drucke und Gegendrucke welche am Fuss konvergieren, im Zusammenhang mit dem Flexionszentrum an der Zehe und mit den Stützungspunkten der beiden Fersen, wobei das Dreieck gebildet wird.
Die
F-Balancierung entspricht der lateral-medialen Balancierung, welche die senkrechte Flexibilität des Hufes im Zusammenhang mit den Inzidenzdrucken, welche durch das Gewicht des Pferdes veranlasst werden, so wie auch mit den Gegendrucken, welche vom Boden aus kommen, im Auge behält.
Diese Balancierung reguliert die Balancierung des Pferdekörpers, also seine Gestaltung, auf jeden einzelnen Fuss und, wiederum, auf die vier Füsse als Gesamtheit.
Beim Festsetzen der Hufflexibilität mit einem festen Hufeisen, können zwei Sachen passieren:
- Die Flexibilität auf Punkt 0 festzusetzen, bedeutet die Übereinstimmung der Gestaltungslinie mit der Mitte des Hufes. So wird das Gleichgewicht der Drucke erreicht. Dies ist die F-Balancierung.
- Wenn aber die Flexibilität auf irgend einen Punkt ausser Punkt 0 festgesetzt wird, so fehlt infolgedessen das Gleichgewicht am Fuss weil die Gestaltungslinie nicht mit der Mitte des Hufes übereinstimmt. Es erfolgt somit der Mangel an Gleichgewicht des Drucks unter beiden Seiten des Fusses. Die F-Balancierung wird dann verändert.
Die Veränderung der
F-Balancierung bewirkt die Verdrängung der Gestaltungslinie von der Mitte des Hufes aus und erlaubt so, dass die eine Seite mehr Gewicht als die andere trägt. Dieses verursacht die Entstellung des Hufes, als Ersatz des Drucks und, infolgedessen ein Ungleichgewicht des Körpers.
Das Pferd muss nun das Ungleichgewicht mittels seiner Muskeln wieder ausgleichen, und wird so gezwungen Muskelzusammenzuckungen- und andersartige Verkramptungen zu erleiden. Bei hervorgehobenem Ungleichgewicht, zu den Schmerzen aufgrund der Muskelzusammenziehungen, kommen auch die Schmerzen wegen Knochen-, Gelenke-, Muskelbänder-, und Knorpelverletzungen, dazu. Es reduziert die physische Arbeitsleistung sowie auch die Lernfähigkeit des Pferdes.
Man kann erst dann sagen, dass ein Pferd in seiner Ganzheit ausgeglichen ist, wenn sich seine vier Balancierungen, X, Y, Z und F in Harmonie befinden. Das Ergebnis ist ein Pferd mit Körpergleichgewicht.
Eine Teilbalancierung, die sich dann ergibt, wenn eine der vier Balancierungen,
X,
Y,
Z oder
F, unausgeglichen ist, verursacht nur Reagierungspunkte und Ersatz der Drucke, infolgedessen kann das Pferd, - im Moment wo es zu arbeiten hat -, nie ganz über seine physische und geistige Fähigkeit verfügen.
Mediale und laterale Vekrümmungen. Ihre Verbindung mit der F-Balancierung Ich habe festgestellt, dass die
F-Balancierung direkt mit den medialen und lateralen Verkrümmungen verbunden ist. Diese Art Verkrümmungen sind auf inkorrekt gesäuberte Hufe und auch auf Auftretensfehler aufgrund einer schlechten Gestaltung des Pferdes, zurückzuziehen.
Die Ursache einer Verkrümmung befindet sich in der inkorrekten Verteilung der Drucke die der Fuss zu ertragen hat. Dieses Ungleichgewicht bewirkt die Verdrängung oder Verschiebung der Gestaltungslinie aus ihrer normalen Richtung und erlaubt dabei, dass die eine Seite des Fusses mehr Gewicht als die andere erträgt, wodurch eine Entstellung der Hornkapsel hervorgerufen wird.
Hufverkrümmungen ergeben sich oft und sie können Nachstehendes veranlassen:
- Schmerzen in der Oberzone der affektierten Gliedermassen, aufgrund der Muskelzusammenziehung.
- Rückenschmerzen.
- Gelenksschmerzen am ganzen Glied entlang.
- Knochengeschwulst in der Fesselzone.
- Muskelbänderleiden
- Bei chronischen Fällen, Verknöcherung der Flügelknorpel der dritten Phalanxe.
- Übertriebener Druck des Knorpels auf die dritte Phalanxe gerichtet.
- Reduzierung der physischen Arbeitsleistung.
- Körperungleichgewicht.
Auch beobachtete ich eine Veränderung der Wirbelsäulenlinie, wenn das Pferd - in Bewegung oder stehend -, das Körperungleichgewicht aufgrund einer Hufverkrümmung, ersetzen muss, und auch nehme ich an, dass bestimmte Schmerzen der Oberzone des Körpers auf diese Gangsstörungen zurückzuführen sind.
Obwohl ich es an keinen von den von mir behandelten Pferden beobachtet habe, gibt es jedoch eine bestimmte Bibliographie über Fälle von infosura (Hufrehe) wobei das Pferd immer Angst zu treten hat und welche durch Hufverkrümmungen verursacht wurden.
Zwei verschiedene Sachen, Korrektur und Stabilisierung verkrümmter Hufe: Eine
Korrektur wird bei Hufverkrümmungen welche wegen inkorrekter Hufsäuberung , oder auch durch die natürliche Abnutzung und deren negativen Wirkung entstanden sind, durchgeführt. Das Ziel ist den Huf wieder zu seiner originellen Form hinzukriegen, und dies soweit bis die vollkommene Symmetrie des Hufes erreicht wird denn in diesem Fall ist es kein Problem der Knochenstruktur, welches eine ständige Tendenz zur Verkrümmung veranlasst.
Man detektiert eine Verkrümmung welche auf eine inkorrekte Hufsäuberung zurückzuziehen ist, indem man den ersten Teil des Wachstums unter dem Kranz beobachtet. Man kann dann feststellen, dass trotz der inkorrekten Verteilung der Drucke – welche seitens des Schmiedes oder durch die natürliche negative Abnutzung verursacht wurde – der Wachstum des Hufes dazu immer neigt es auf korrekte Weise zu tun, was an den 2 ersten Zentimetern zu sehen ist.
Dagegen, wird die
Stabilisierung als eine Hilfe gebraucht, damit die Verkrümmung der Hufe welche aufgrund eines Gestaltungsproblems des Pferdes entstanden ist, sich nicht vergrössert. Also ist die Stabilisierung dazu gut, zu vermeiden, dass sich eine Verkrümmung verschärft und auch, um die Gestaltungslinie des Pferdes so gut wie möglich zu erhalten. Eine Verkrümmung die auf Strukturprobleme zurückzuziehen ist, ist erkennbar, indem man die Auftretungsweise – oder eben die Haltung – sowie auch den ersten Teil des Wachstums unter dem Kranz, beobachtet. In diesem Fall wird man merken, dass die Wand gleich von der Wachstumszone ausgehend, weiterhin verkrümmt wächst.
Die Stabilisierung muss bei jedem Hufbeschlag - und dies während dem ganzen Leben des Tieres -, in Betracht gezogen werden.
Wenn das Problem des Auftretens am Pferd selbst liegt, wird die Tendenz zu einer Verkrümmung immer da sein und man weird den Huf nie wieder zu einer vollkommenen Symmetrie hinkriegen, denn die Tendenz ihn zu verkrümmen wird immer vom affektierten Glied her, gegenwärtig sein.
Es kann vorkommen, dass Verkrümmungen bei Fohlen, welche durch eine inkorrekte Hufsäuberung verursacht wurden, die Wachstumsscheiben der Knochen entstellen und somit die Körpergestaltung und also das Auftreten, für immer verändern. Wenn das Pferd dann vollentwickelt ist, verwechselt man das Gestaltungsproblem mit einem zugezogenem Problem, welches aber in Wirklichkeit durch eine inkorrekte Hufsäuberung entstanden ist.
Beim
Korrigieren oder
Stabilisieren der Hufe, hat das Alter des Tieres nichts zu sagen, so kann die
F-Balancierung sowohl bei Fohlen wie auch bei ausgewachsenen und auch bei älteren Pferden berücksichtigt werden.
Es ist möglich, dass bei sehr alten Pferden mit chronischen Verkrümmungen, sich die Flügelknorpel der dritten Phalanxe verknöchern wobei die normale Flexibilität des Hufes affektiert wird, und somit eine Störung veranlasst wird. Jedoch habe ich bisher mit keinen entsprechenden Beweis, um diese Vermutung zu bestätigen.
Ausstellung eines reellen Falles: Während der Stabilisierung von zwei Hufen mit Lateralverkrümmungen bei einer dreieinhalb x-beinigen Stute, hatte ich die Gelegenheit eine umgekehrte (oder entgegengesetzte) Reagierung der affektierten Wand zu beobachten. Siehe Photo.
Ich merkte an der medialen Wand der Hufe, eine Gegenüberstellung zwischen der positiven Reagierung der Stabilisierung des Problems und der negativen Reagierung des ständigen negativen Druckes aufgrunddessen, dass die Stute x-beinig ist. Dieses verursachte eine Wand welche sich heute vom Kranz ausgehend bis zur Mitte des Hufes senkrecht und von der anderen Hälfte des Hufes bis zum Plexusrand (‘borde solar’) mit einem positiven Winkel zeigt. Die laterale Wand hat ihreen normalen Winkel erhalten.
Da diese Beobachtung neu ist, verbleibt die Reaktion des Hufes ab nun unter Studium.
Was ich jedoch feststellen konnte ist, dass die erwähnte Reaktion den Gang des Tieres nicht beeinflusst hat und sie hat auch keine ungünstigen Symptome hervorgerufen. Die positive Wirkung der Stabilisierung hat weiterhin ihren ursprünglichen Verlauf fortgeführt und sie hat zur Verdrängung des Pferdes beigetragen.
Warum pflegt sich der Huf eines Pferdes trotz einer korrekten Gestaltung verkrümmen? Wie ich schon vorher erwähnte, sind diese Verkrümmungen auf natürliche Abnutzungen welche negativ auswirken und auf auch auf einen mangelhaften Hufbeschlag seitens des Schmiedes, zurückzuziehen.
Wenn der Schmied oder die Natur einen Längenunterschied zwischen eine Ferse und die andere erlauben, so wird die längere Ferse den grössten Teil des Pferdegewichtes tragen müssen.
Um diesen Unterschied der Längen zwischen den Fersen auszugleichen, versetzt das Pferd die Gestaltungslinie und sein Gewicht auf die längere Ferse, somit den Winkel der entsprechenden Wand angreifend. Die affektierte Wand erlangt dabei eine senkrechte Haltung, um das Gewicht besser ertragen zu können. Die entgegengesetzte Wand erhält dagegen eher eine schräge Haltung.
Wie kann dieses festgestellt werden? Legen Sie ein Buch auf den Boden und lehnen Sie Ihren linken Fuss darauf. Versuchen Sie danach Ihre Gestaltungslinie, dem Boden entsprechend, senkrecht zu halten. Sie werden merken, dass Sie Ihr Gewicht auf Ihr linkes Bein versetzt haben und, dass dieses eine senkrechte Haltung annahm.
Die Fersenentlastung (FE) als Ausgleichs-, Korrektur- und Stabilisierungsmittel der Hufe Die Korrektur oder Stabilisierung verkrümmter Hufe, kann – wenn man das was ich die
Fersenentlastung genannt habe - im Auge behält, mit Erfolg durchgeführt werden. Diese FE wird auch bei der Suche des lateral-medialen Gleichgewichtes an jeden Pferd berücksichtigt.
Ich meine, dass jeder Huf welcher aus natürlichen oder künstlichen Gründen seine Form verändert, wieder – von den selben Ursachen ausgehend -, zu seinem Ursprungsstand zurückkehren kann.
Die
Fersenentlastung entsteht im Raum welcher sich zwischen dem Huf und dem Hufeisen, von der Mitte der Zehe ausgehend, zunehmend richtung Ferse gebildet hat, wenn sich die selbe Ferse, dadurch, dass sie mehr Druck als die andere erhielt, zu hoch befindet.
Das Wort
‘Flexion’ (auf Spanisch – wir nennen es in unserem Fall ‘Entlastung’) kommt von der Bewegung des Hufes, von der Mitte der Zehe ausgehend, her, welche derselbe während der senkrechten Flexibilität wobei dieser auf eine seiner Fersen Druck erhält, ausübt.
Wenn man dieses Konzept im Auge behält, nehme ich an, dass eine inkorrekte Verteilung der Drucke am Fuss zu einer lateralen oder medialen Verkrümmung der Hornkapsel führt, die Gestaltungslinie aus seiner normalen Richtung verdrängend und dabei erlaubend, dass eine Seite des Fusses mehr Gewicht als die andere erträgt. Es entsteht also ein Ungleichgewicht am Fuss.
Nachstehend beschreibe ich mögliche Ursachen die zu einem Ungleichgewicht führen:
- Inkorrekte Hufsäuberungen –eine Ferse oder eine Schulter die länger als die andere ist-
- Haltungs-Fehlerhaftigkeiten- zum Beispiel ein x-beiniges oder ein O-beiniges Pferd.
Als Reaktion auf diese Ursachen, wird der Huf assymmetrisch, wobei auf der Seite welche mehr Druck erhält, folgende Annomalitäten auftauchen:
- Verlust des Winkels an einer der beiden Wänden,
- eine senkrechte und dünnere Wand,
- der Kranz und die Ballen des Hufes sind etwas höher auf einer der Seiten,
- mögliche Hornspalten der Wand,
- Verdrängung des Strahls der sich am Fuss nah an den Fersen, in entgegengesetzter Richtung, befindet, und
- Eine kleinere Fläche der Hornsohle.
Schon von Beginn des Studiums an, konnte ich feststellen, dass Druck von der einen Seite auf die andere, mittels einer korrekten Säuberungstechnik in Verbindung mit der
F-Balancierung und mit einer korrekten Auslegung der natürlichen Schnittgrenzen des Hufes, zu versetzen ist.
Um diese Verschiebung des Drucks zu erlangen, muss bei der Arbeit, die
Fersenentlastung (FE) berücksichtigt werden.
Einen Huf korrekt zu säubern, bedeutet einen Schnitt zwischen dem überflüssigen Teil und dem zur funktionellen Anatomie gehörenden Teil, auszuüben.
Um die natürliche Schnittlinie der Wand und die Schnittpunkte der Fersen zu erkennen, muss der Schmied die sichtbare Sprache welche der Fuss besitzt, lesen können, da dieselbe auf den Unterschied zwischen dem überflüssigen Material und dem welches zur natürlichen Struktur gehört, hinweist. Sie Photo oben.
Wenn man die natürlichen Schnittlinien und Punkte berücksichtigt, wird bei der Hufsäuberung eines Pferdes welches eine veränderte
F-Balancierung zeigt,
die Fersenentlastung automatisch auf der Seite welche mehr Druck erhalten hat, erscheinen, wobei eine Hornsohle mit zwei verschiedenen Flächen entstanden ist.
Wenn man ein ganz flaches Hufeisen darauf anlehnt, so wird die Seite die mehr Druck erhalten hat, wobei die Entlastung von der Mitte der Zehe ausgehend und zunehmend richtung Fersen vorgeht, in der Luft bleiben.
Die Grösse des freien Raumes welcher zwischen dem Hufeisen und dem Huf zu sehen sein wird, hängt vom Masse der Verkrümmung desselben ab.
Wenn man einen Fuss ausgleicht und dabei die
F-Balancierung im Auge behält, so erlaubt dies den Druck des an den Artikulationen entsteht auszugleichen, wobei Übergewichtspunkte an denselben vermieden werden.
Meine Erfahrung führte mich dazu, Fälle beizuwohnen, bei welchen
Fersenentlastungen von mehr als 1 cm freien Raumes in der Höhe der affektierten Ferse, vorkamen.
Bei allen Fällen, wenn das Pferd barfuss tritt, oder wenn man dabei ist das Hufeisen einzuschlagen, verschwindet die Fersenentlastung aufgrund des hohen senkrechten Flexibilitägsgrad des Hufes, sofort. Siehe Bildfolge.
Dieser Prozess ist der Beginn einer Behandlung welche eine gleichmässige Verteilung des Drucks an beiden Seiten des Fusses erreicht, da ja eine absolute Symmetrie oder eine perfekte Verteilung erst nach mehreren Hufbeschlagen erreicht werden kann, immer vom Verkrümmungsmasse und auch von der Ursache des Problemes abhängend.
Wenn man einen Huf säubert welcher keine Verkrümmung zeigt aber trotzdem mit einem leichten Ungleichgewicht rechnet, ist die Wiedererlangung des Gleichgewichtes unverzüglich.
Darlegung eines tatsächlichen Falles: Ich erwähne hier eine Korrekturbehandlung bei welcher die mediale Wand eines Hinterfusses, einen negativen Winkel besass – von der Senkrechten inwendig – und wobei nach sechs Hufbeschlagen, in denen die Fersenentlastung berücksichtigt wurde, der Huf seine vollkommene und natürliche Symmetrie zurückgewonnen hat.
Wenn man dabei ist eine lateral-mediale Verkrümmung ohne Hufeisen zu behandeln, möchte ich jedoch darauf aufmerksam machen, dass die Behandlung langsamer vorgeht, weil man nicht mit dem Hufeisen und mit den Nägeln rechnet, um die Beseitigung der Entlastung zu verleiten.
Die Behandlung lateral-medialer Verkrümmungen ohne Hufeisen mittels der
Fersenentlastung, ist bei Fohlen bei denen die Wachstumsscheiben ihrer Knochen noch nicht geschlossen sind, sehr effektiv.
Die Zeit einer Korrektur des Hufes mit einer lateral-medialen Verkrümmung, ist dieselbe die ein Huf braucht, um sich zu verkrümmen, sofern eine korrekte Hufsäuberung, die
Fersenentlastung berücksichtigend, durchführt.
Bei der Arbeit mittels der F-Balancierung und der Fersenentlastung muss man auch im Auge behalten, dass bei normalen Gestaltungen/Auftreten, eine perfekte lateral-mediale Balancierung während des ganzen Leben des Pferdes zu erhalten ist, wobei man ein Pferd mit einem vollkommen ausgeglichenen Gang, erlangt.
Darlegung eines tatsächlichen Falles: Hier erwähne ich eine Stabilisierungsbehandlung eines 6-jährigen Rennpferdes, bei dessen beiden Vorderhufen laterale Verkrümmungen aufgrund eines Gestaltungsfehlers von den Carpus ausgehend, vorkamen. Es war ein Linksfehler:
Das Tier erlitt Schmerzen an der oberen Zone der Vorderbeine welche es hinderte eine Unebenheit von 20 mm aus dem Wege zu gehen und/oder zu sortieren. Als zwei Tage nach dem Stabilisierungsbeschlag vorübergingen, verschwanden am Pferd die Schmerzenzeichen und man konnte es sogar alleine auf der kleinen Truppenabteilung galoppieren sehen. Als es zwei Wettläufe hintereinandergewann, setzte sein gewohnter Schmied den normalen Hufbeschlag fort. Die Hufe verkrümmten sich wieder. Heute übernahm ich nochmal die Behandlung, um die Verkrümmung seiner beiden Hufe wieder zu stabilisieren.
Heutzutage, sobald 45 Tage nach dem man den Hufbeschlag eines Pferdes unternommen hat, übertroffen werden, so erscheinen am Kreuz (d.h. am Rückgrat) die Schmerzen.
Darlegung eines tatsächlichen Falles: Als ein Stabilisierungsfall mit einer Tendenz zur Korrektur mittels der
Fersenentlastung ohne Hufeisen, lege ich hier ein 10 Monate altes Stutenfohlen mit einer ernsten Lateralverkrümmung an einer Hand, dar. Man unternahm die Hufsäuberung, die
F-Balancierung dabei berücksichtigend und nach der zweiten Gelegenheit solcher Durchführung, zeigten sich die Hände des Fohlen fast normal. Man darf hier nicht vergessen, dass man dabei keine normalen und auch keine orthopädische Hufeisen gebraucht hat. Heutzutage wird man es beschlagen, um seine Ersiehungs und Lern routine und sein Wettlauftraining fortzusetzen.
Das Hufeisen und die F-Balancierung: Das anzubringende Hufeisen darf gewöhnlich sein und der Gebrauch von zwei lateralen Clips zwischen dem ersten und dem zweiten Loch, um den negativen Inzidenzdrucken - die die Verkrümmung verursachen -, entgegenzuwirken, und auch um zu vermeiden, dass das Hufeisen aus seinem Platz verrutscht, ist zu empfehlen.
Beim einschlagen des Hufeisens, darf dasselbe nicht rotiert bleiben und es ist empfehlbar 6 oder 7 Nägel zu benutzen, von denen 3 in die ersten Löcher auf der Seite der affektierten Ferse eingeschlagen werden sollen, um die freie Ausdehnung der Wand zu erlauben, und 4 kommen dann auf die entgegengesetzte Seite, um – mit dem vierten Nagel – eine übertriebene Ausdehnung der Wand zu begrenzen. Der siebte Nagel wird dazu gut sein, die Befestigung des Hufeisens am Fuss zu verstärken.
In Fällen von chronischen Verkrümmungen, ist es empfehlbar nur die zwei ersten Nägel auf die Seite der affektierten Wand anzubringen.
Dadurch, dass die affektierte Wand immer dünner ist, ist es besser den MX Nagel (Mustad Modell) zu benutzen, weil dieser einen extra dünnen Körper besitzt.
Auf der Seite des Fusses wo sich die senkrechte Wand befindet, kann man immer die Anlehnungsfläche reduziert sehen, weshalb empfohlen wird, - um diese Flächenmangelhaftigkeit mit dem Hufeisen auszugleichen -, mit demselben eine extra Stütze zu bieten und – wenn es schon fest angesetzt ist -, soll man versuchen, dass der Fuss - von unten aus gesehen -, eine symmetrische Figur zeigt.
Von oben aus gesehen, wenn der Fuss am Boden angelehnt ist, wird man einen überflüssigen Teil am Hufeisen beobachten, in Wirklichkeit aufgrund eines fehlenden Teils der Handfläche, was auf eine angegriffene Wand zurückzuziehen ist.
Wenn das Hufeisen angebracht ist, muss die Zentrallinie des ‘Frogs’ die Flächenteile dividieren. Auf diese Weise, wird die Verteilung der Drucke am Fuss gleichmässig sein, wobei es dann auch zur Korrektur der Form des Hornetuis beitragen wird.
Während der Stabilisierung, wird es schwer sein, dass die Form des Hufeisens symmetrisch ist, denn die Hufform neigt nicht dazu seine Symmetrie wieder zu bekommen, und der Schmied wird beim Schmieden des Hufeisens die Form des Fusses kopieren müssen. Verschiedener realisierten Studien nach, kann der Überfluss des Hufeisens als ein negativer Hebel auf die Wand wirken, wobei der Druck gegen dieselbe verstärkt wird. In dieser Hinsicht, hilft die Erhaltung der Assymmetrie, den Fehler des Pferdes zu begleiten.
Andere traditionelle Behandlungen: Es gibt andere Behandlungen die ich aber nicht teile, weil sie das Problem nicht von der Ursache ausgehend, behandeln:
1. Eine traditionelle Behandlung besteht aus dem Gebrauch eines gewöhnlichen Hufeisens mit viel Raststütze auf der Seite der senkrechten Wand, begleitet von einer Bogennachahmung von etwa 3 mm, zwecks:
- Entfernung des Druckes von der affektierten Seite.
- Eine Extra-Stütze für die Seite welche mehr Gewicht ertragen muss, zu bieten, und
- Um die Ausdehnung der Wand zu begünstigen.
Meiner Ansicht nach, hat diese Behandlung die Ursache des Problems vergessen. Mit der
‘Bogennachahmung’ wird der Druck nicht beseitigt, denn das Gewicht bleibt weiterhin
auf diese Seite des Fusses. Die Tatsache ist, dass wenn die Stütze das Gewicht besser zu
erhalten hilft, das Gewicht dennoch auf diesem Fuss bleibt. Und die Wand wird sich nicht
zurück zu ihrem Platz ausdehnen, denn sie muss noch den grössten Teil des Gewichtes
tragen.
Diese Behandlung konzentriert sich nicht auf die Ursache, sondern auf die Konsequenz.
2. Eine andere Methode ist das Einrissen von Rillen mittels eines Hohlmeissels oder einer Raspel an der durch das Gewicht affektierten Wand entlang, um zu versuchen diese zur Ausdehnung zu verleiten.
Mittels dieser Technik wird ganz das Gegenteil erreicht, da man auf diese Weise die Wand die mehr Gewicht zu ertragen hat, schwächt. Auch mit dieser unnützen und schädlichen Behandlung wird auf die Konsequenz und nicht auf die Ursache des Problems gearbeitet.
3. Eine nicht traditionelle Behandlung bei welcher direkt der Huf angegriffen wird, um die affektierte Ferse herunterzunehmen, die Dynamische Balancierung berücksichtigend, ist die, welche der Tierarzt und Schmied O’Grady – aus Virginia, USA, - herausgegeben hat und welche Nachstehendes erfordert:
- eine vorherige Erweichung der Hornstruktur, mit lauwarmen Wasser während 24 Stunden,
- eine vollkommene Entlastung auf der Höhe von der affektierten Ferse,
- ein rundes Stangenhufeisen, und
- ein schmerzstillendes Mittel, welches den Eingriff herausfordern könnte.
Meiner Ansicht nach, funktioniert dieses auch nicht, denn in keinem Moment wird versucht das Gewicht des Pferdes auf die andere Seite zu versetzen. Infolgedessen, werden am Fuss eine Menge Eingriffe ausgeübt, ohne dass die Ursache und der Grund der Verkrümmung berücksichtigt werden.
4. Eine andere Alternative ist der Gebrauch eines Hufeisens bei welchem der Zweig der auf
die Seite der affektierten Wand kommt, breiter, und der andere Zweig der auf die entgege-
setzte Seite kommt, enger ist. Dieses Hufeisen erlaubt es den Druck der durch den Ver –
krümmungseffekt der affektierten Muskelbänder zu lindern, versetzt jedoch nicht das Ge-
wicht auf die andere Seite des Fusses.
Obwohl es ein Hufeisen ist, welches in kurzer Zeit gute Ergebnisse bietet und Schmerze
beseitigt, bleibt es jedoch als eine Methode welche die eigentliche Tiefe des Problemes,
was in diesem Fall die Verkrümmung ist, verbirgt.
Es ist jedoch ein Hufeisen, welches bei bestimmten Sperbenfällen oder als momentan
schmerzenlinderndes Mittel gebraucht werden kann.
Die Konzepte der
F-Balancierung und der
Fersenentlastung sind an sich so einfach und natürlich, dass sie irgendwelche andersartige Methoden die direkt auf die Konsequenz der inkorrekten Gewichtsverteilung arbeiten, beseitigen.
Die Ursache ist also eine inkorrekte Gewichtsverteilung auf dem Fuss, und die Konsequenz ist die Verkrümmung des Hufes. Es ist eben so einfach wie dieses hier .... Beseitigen wir die Ursache.
Schlussfolgerung: Als Ergebnis der Praxis und der durchgeführten Studien in den letzten Jahren, konnte ich feststellen, dass die erhobene Wichtigkeit der Korrektur- und Stabilisierungsbehandlungen, in Verhältnis zur
F-Balancierung und zur
Fersenentlastung, darin liegt, dass beide Behandlungen von der Ursache des Ungleichgewichtes ausgehen.
Dies ist ganz anders als die anderen traditionellen oder auch nicht traditionellen Behandlungen, welche direkt an der Konsequenz des Ungleichgewichtes arbeiten, ohne die Ursache zu berücksichtigen, und wobei erreicht wird, das Problem nur zu verbergen ohne es zu bekämpfen.
Bis zum heutigen Tage, konnte ich im Gebrauch der obengenannten traditionellen Behandlungen, keine positiven Ergebnisse beobachten.
Ausserdem rechnen die neuen Konzepte der
F-Balancierung und der
Fersenentlastung mit folgenden vergleichenden Vorteilen:
- Sie erhalten die Anatomie des Fusses, und greifen nicht in das normale Funktionieren dessellben ein.
- Sie fordern keine orthopädische oder chirurgische Eingriffe auf.
- Die Durchführung derselben ist einfach –und auch wirtschaftlich- wenn immer die korrekte Hufsäuberungstechnik angebracht wird.
- Sie greifen direkt in der Vorbeugung lateral-medialer Verkrümmungen ein und vermeiden irgendwelche spätere orthopädische oder therapeutische Behandlung unternehmen zu müssen.
- Sie bedeuten keine Art Schmerzen oder Störungen für das Pferd, denn bei der Arbeit wird die Natur des Fusses, auf die flexiblen anatomischen Strukturen basierend, erhalten.
- Sie erfordern nach dem Hufbeschlag, keine Anpassungsperiode und das Pferd kann sofort und ohne Schwierigkeiten seine Arbeit fortsetzen.
- Bei einem Pferd mit einer normalen Gestaltung, erlaubt es ein perfektes lateral-mediales Gleichgewicht zu erhalten, d.h. mit einer vollkommen gleichmässigen Verteilung des Pferdegewichtes auf dem Fuss.
- Es erlaubt dem Pferd, im Zusammenhang mit den X, Y, und Z- Balancierungen mit dem körperlichen Gleichgewicht rechnen zu können.
Dadurch, dass die neuen Konzepte,
F-Balancierung und
Fersenentlastung eine sofortige Linderung der Schmerze erzeugen, vergleicht man sie mit der Entfernung eines Steines aus dem Schuh; sobald der Stein entfernt wird, wird es immer eine sofortige Erleichterung bedeuten, egal wie lange der Stein drin gewesen ist.
Heutzutage, ist es mir bei meiner Arbeit unmöglich den Huf eines Pferdes zu säubern oder zu beschlagen, ohne die F-Balancierung zu berücksichtigen und ich würde sagen dieses nicht zu wissen, bedeutet die Durchführung einer inkorrekten Arbeit zu unternehmen. Daniel Anz